Ernährung von Hunden und Katzen

Tierschutz fängt beim Futter an

Wie beim Menschen müssen auch bei der Ernährung von Hund und Katze bestimmte Grundprinzipien eingehalten werden, um die Gesundheit zu erhalten. Unsere Haustiere werden heute immer mehr durch Chemikalien, Konservierungsstoffe und minderwertige Abfall– und Nebenprodukte in der Nahrung geschädigt. Neben Abfällen landen auch Klärschlamm, Bakterien und Pilze im Futternapf. Allergien, Verdauungsprobleme, Immunstörungen, Übergewicht, etc. sind einige Folgen davon.

 

Industrielle Tierfutterhersteller sind jedoch zwingend auf Chemikalien angewiesen, da die Transportwege lang sind und die Verderbnis der Waren künstlich hinausgezögert werden muss. Auch unangenehme Gerüche müssen überdeckt werden (Kadavermehl).

 

Leider ist es ein Trugschluss, dass alle im Handel erhältlichen Tierfutter gesund für Ihren Hund oder Ihre Katze sind. Tierfuttermittel für Hund und Katze werden nicht von Lebensmittelgesetzen geregelt. Die Hersteller müssen daher keine genaue Deklaration der Zutaten auf der Packung anbringen. Die Deklaration von Mitteln zur Geschmacksverbesserung und von Lockstoffen war lange Zeit sogar verboten, darf aber heute freiwillig erwähnt werden. Aufgelistet werden nur Zutaten, die der Hersteller selbst beifügt. Sind jedoch Konservierungsmittel und chemische Zusatzstoffe bereits im Rohstoff des Lieferanten enthalten, müssen diese auf der Futterverpackung nicht deklariert werden. D.h., auf der Packung kann durchaus stehen "ohne Konservierungsmittel", obschon diese bereits beim Rohstofflieferanten den Schlachtabfällen zugemischt worden sind.

 

Verlassen Sie sich nicht auf schöne Werbung und falsche Versprechungen auf Verpackungen, welche materiell betrachtet wertvoller sind als der Inhalt!

 

Alle grossen Hersteller arbeiten mit Fleischmehlen der Kategorie 3. Das heisst, es werden Schlachtteile verarbeitet, die für den menschlichen Verzehr nicht zugelassen sind. Darunter fallen Knochen, Fette, Schwarten, Häute, Pelze, Hufe, Schweineborsten, Klauen und Federn. Daraus wird das Futter für unsere Hunde und Katzen gemacht!

In den Tiermehlfabriken werden diese Schlachtabfälle auf 250 Grad erhitzt und mindestens 20 Minuten verkocht. Als Resultat kommt ein völlig denaturierter Brei, in welchem sämtliche Vitamine, Eiweisse und Enzyme zerstört sind, zum Vorschein. Alle für den Organismus lebensnotwendigen sekundären Nahrungsstoffe sind ebenfalls eliminiert. Dieser "tote" Brei wird anschliessend mit Abfällen aus der Getreideverarbeitung gestreckt und mit künstlichen Vitamin- und Mineralstoffmischungen "veredelt" zu Trockenfutterpellets verarbeitet. Damit die Tiere überhaupt auf die Idee kommen, diese Abfälle zu fressen, werden Aromastoffe und Geschmacksverstärker zugesetzt. Abgerundet mit Antioxidantien und Konservierungsstoffen, um das Ranzigwerden des Fettes zu verhindern, entsteht so ein sogenanntes "Premium-Futter" für Hunde und Katzen. Na dann.... guten Appetit!

 

Auch bei der Herstellung des Dosenfutters wird gespart. Motto der meisten grossen, bekannten Futtermittel-herstellern lautet: Wie kann aus den billigsten und minderwertigsten Rohstoffen möglichst viel Profit gemacht werden?

Die sogenannten "Fleischbrocken" bestehen aus Kunstfleisch, hergestellt mit Soja-Pansche, die so verarbeitet wird, dass vermeintliche Fleischfaserstrukturen zu erkennen sind. Aufgrund der zahlreichen Lebensmittelskandale in der Vergangenheit wissen wir, wie skrupellos zugunsten der Gewinnoptmimierung mit der Gesundheit der Menschen umgegangen wird. Leider sind die Zustände in der Tierfutterindustrie noch um vieles schlimmer und unmoralischer.

In handelsüblichem Trockenfutter namhafter Tierfutterhersteller, wird z.B. auch das als Schädlingsgift verwendete Ethoxyquin (E324) als Antioxidans eingesetzt, um die empfindlichen Fettsäuren zu stabilisieren und vor dem Ranzigwerden zu schützen. Ebenso giftige Substanzen wie BHA und BHT, welche in menschlicher Nahrung nicht mehr zugelassen sind, werden in Tierfutter weiterhin verwendet.

 

Meines Erachtens ist es äusserst bedenklich, dass immer noch viele Tierärzte Futtermittel dieser marktbeherrschenden Hersteller verkaufen und als sogenanntes "Diätfutter" zur Therapie von bestimmten Krankheiten anbieten. Dass dieses Futter nicht argerecht ist, den tierischen Organismus schädigt und damit die Basis für weitere Folgeerkrankungen bildet, ist dem Tierhalter meistens nicht bekannt und er füttert diese Produkte im guten Glauben, seinem Tier nur das Beste zu geben.

 

Somit ist der Kreis geschlossen: Futtermittelindustrie, Futterhandel, Pharmaindustrie und Tierärzte sind zufrieden.